Containerterminal
Für die Einen ein Ort der Industriekultur, für die Anderen Wirtschaftsfaktor, Jobmotor und eine zentrale logistische Drehscheibe ("Hub") für Waren, Güter und Rohstoffe. Vor über 120 Jahren in seine Grundzügen angelegt, bietet der Mainzer Hafen seit Jahrzehnten einen effizienten und kostengünstigen Zugang zu den wichtigsten Absatz- und Beschaffungsmärkten im In- und Ausland. In dieser Funktion wird er von vielen Unternehmen genutzt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßen vom Güterverkehr.
Die Logistikbranche ist im stetigen Wandel: Immer mehr Waren und Rohstoffe werden in Containern befördert und verschiedene Transportmittel zusammengeschaltet. Und so spielt für den erfolgreichen Betrieb eines Hafens neben ausreichenden Lagerkapazitäten die zügige Be- und Entladung der Container vom Schiff auf die Bahn oder LKWs beziehungsweise umgekehrt eine wichtige Rolle. Da die bisherigen Umschlagsanlagen im Zollhafen ihre Kapazitätsgrenze erreicht haben und keine Flächen für notwendige Erweiterungen vorhanden sind, wird der Hafenbetrieb bis 2010 in ein neues hochmodernes Containerterminal an der "Ingelheimer Aue" im Industriehafen, ca. 500 Meter rheinabwärts, umziehen.
Das neue Terminal wird als leistungsstarkes Drehkreuz den trimodalen Containerumschlag - Schiff, Schiene, Straße - durch eine leistungsfähige Infrastruktur, ausreichende Lagerkapazitäten, effiziente Verladetechnik und eine verbesserte Verkehrsanbindung optimieren. So sehen die geplanten Anlegerdocks des um 60 % größeren Areals fünf Kranbrücken vor, von denen jede einzelne etwa 20 Container pro Stunde weiterbefördern kann.
Mit dem neuen Terminal entsteht einer der modernsten Binnenhäfen Europas, der wichtige Impulse für die regionale Wirtschaft setzen und Arbeitsplätze mit Zukunft bietet wird. Damit setzt Mainz seine langjährige Geschichte als erfolgreiche Hafenstadt fort und strebt im Containerumschlag wieder einen Spitzenplatz unter den deutschen Binnenhäfen an.
